SC Brohltal überrascht gegen Tabellenführer

Brohltal. In der 7. und letzten Runde der Hauptrunde der Bezirksklasse des Schachbezirks Rhein-Ahr-Mosel spielte die 1.Mannschaft des SC Brohltal Weibern daheim Unentschieden 3:3 gegen die Schachfreunde Nickenich.

In der Tabelle behielt man bei ausgeglichenem Punktekonto 5:5 und 15,5 Brettpunkten Platz 4 hinter dem Spitzenreiter Remagen Sinzig mit 10:2 Punkten bei 21 Brettpunkten. Zweiter ist der SV Andernach mit 8:2 Punkten und 19 Brettpunkten bei einem Spiel weniger, Dritter ist der SC Cochem mit 7:3 Punkten und 15 Brettpunkten.

An Brett 2 remisierte Pietro Gaudenti gegen Laurens Jede, Erwin See gewann an Brett 3 gegen Paul Engel. Wolfgang Kutzner spielte an Brett 5 unentschieden gegen Max Wohde und Mike Kutzner gewann am sechsten Brett gegen Lennard Spiller.

Im ersten Spiel der Aufstiegsrunde konnte man gegen den Tabellenführer Remagen Sinzig daheim ebenfalls Unentschieden 3:3 spielen und damit überraschen. Auf 2 der besten Spieler mußte man verzichten.

Wolfgang ‚Kutzner einigte sich mit dem ehemaligen Brohltaler Valerie Karnaoukh auf remis. Keiner der Spieler konnte in der Eröffnung einen Vorteil erringen. Nachdem die Leichtfiguren abgetauscht wurden, war das Spiel im 19.Zug beendet.

Nachwuchsspieler Christian Nett spielte an Brett 5 gegen den erfahrenen Axel Hesper eine starke Partie

Die Spieler kamen ausgeglichen aus der Eröffnung, im Endspiel konnte Nett durch eine Ungenauigkeit einen Bauern gewinnen und diesen zum Sieg nutzen.

Alfons Hilger remisierte an Brett 6 gegen Lorenz Haupt, so spielte nur noch Erwin See an Brett 1

gegen Moritz Appel. Remagen führte 3:2.

Sein Gegner opferte einen Springer, was sich als Fehler herausstellte und von See widerlegt wurde. Durch die Mehrfigur konnte der Brohltaler die Partie nach 5 Stunden Spielzeit gewinnen.

Das Spiel war das Zünglein an der Waage zum 3:3 Mannschaftsremis.

Am kommenden Sonntag empfängt man im Pfarrheim Weibern den SC Cochem, um 10 Uhr ist Anzug, Zuschauer sind wie immer willkommen!

Schachclub Remagen-Sinzig gelingt Aufstieg in die 1. Bundesliga

Remagen/Sinzig. Überragende Saison für die 1. Mannschaft des Schachclubs Remagen-Sinzig. Das Team um Mannschaftsführer Peter Noras steigt in die 1. Schachbundesliga auf. Der Aufstieg wurde bereits bei der Dreierrunde in Remagen Anfang Februar durch souveräne Siege gegen die Mannschaften aus Hofheim, Köln-Porz und Aachen sichergestellt. Mit von der Partie war der ukrainische Großmeister und ehemalige Weltranglistenzweite Vasyl Ivanchuk.

In den letzten beiden Runden der 2. Bundesliga Nord konnte das Team dann gegen die Tabellenschlusslichter aus Magdeburg und Hannover (Lister Turm) locker aufspielen. Mit einem überzeugenden Sieg gegen Magdeburg wurde auch die Meisterschaft perfekt gemacht. Am letzten Spieltag gegen Lister Turm war ein wenig „die Luft raus“, sodass eine knappe Niederlage zu Buche stand. Trotzdem überwog die Freude über die Meisterschaft und die Rückkehr ins Bundesliga-Oberhaus.

Peter Noras plant noch die eine oder andere personelle Verstärkung, damit die Mannschaft in der nächsten Saison in der wohl stärksten Schachliga der Welt bestehen kann.

Der Vereinsspielabend findet immer freitags ab 18:00 Uhr im HOT, Barbarossastraße 43 in Sinzig statt. Herzlich eingeladen sind nicht nur Vereinsmitglieder, sondern alle, die in entspannter Atmosphäre Schach spielen oder das königliche Spiel unverbindlich kennenlernen wollen. Nähere Informationen zum Verein finden Interessierte auch auf der Website unter https://www.schachclub-remagen-sinzig.de/.

Talentschmiede II weiterhin Spitzenreiter

Kreis Ahrweiler. Die Spitzenkämpfe in der B-Klasse des Schachbezirks Rhein-Ahr-Mosel fanden am Wochenende in Ochtendung statt.

Während es die zweite Mannschaft der Ahrteiler mit der dritten Mannschaft der Ochtendunger zu tun bekam, spielte zeitgleich der Tabellenzweite aus Nickenich gegen die vierte Mannschaft des Gastgebers nebenan.

Die Ahrtaler waren mit Jonas Naumann und Timo Schröder an den vorderen beiden Bretten favorisiert, Ben Klatt und Fjodor Jung wurden aber, gerade aufgrund der letzten sehr guten Ergebnisse durchaus Chancen eingeräumt.

Nach zwei Stunden war noch keine Partie entschieden, denn an allen Brettern wurde hart gerungen. Das erste Ergebnis lieferte Fjodor, der eine Kombination von Paul Rinke übersah und eine Figur verlor. Damit brach sein Widerstand und Ochtendung ging in Führung. „Schade“, kommentierte Trainer Thorsten Kammer, der diesmal als Mannschaftsführer eingesprungen war, „aber da war zwischendurch mehr drin. Zum Glück hat Timo fast zeitgleich ausgeglichen“.

Timo spielte gegen die Nachwuchshoffnung Nadir Üstüntas, der durch sein taktisches Geschick schon für die ein oder andere Sensation gesorgt hat. Die Marschroute war einfach, möglichst eine geschlossene Stellung zu erreichen, um den Gegner positionell zu überspielen. „Das war eine Meisterleistung“, war auch die einhellige Meinung der Mitspieler, „Timo hat seinen Gegner ohne taktische Verwicklungen einfach überspielt“. Erst als keine Gegenchance mehr vorhanden war, ging er zum entscheidenden Mattangriff über.

Jonas Naumann am Spitzenbrett spielte gegen die Jugendliche Ella Reuber, die derzeit in bestechender Form ist. Nach zweischneidiger Eröffnung, Jonas hatte einen Bauern weniger, aber dafür aktive Figuren, neigte sich die Waagschale klar zu Gunsten des Ahrtalers. Gleich mehrere Bauern machten sich auf den Weg zur gegnerischen Grundreihe. Allerdings zeigte die amtierende Rheinlandmeisterin, dass sie nicht gewillt war, sich so einfach in ihr Schicksal zu fügen. Sie verteidigte sich zäh und als Jonas in Zeitnot kam, wirkte es für einen Moment, als könnte sie das Ruder herumreißen. Aber dann griff auch sie fehl und Jonas konnte durch eine schöne Kombination wieder die Oberhand gewinnen. Das entstandene Endspiel gewann er sicher.

Die längste Partie des Tages spielte Ben Klatt. Nachdem die Eröffnung von beiden Seiten unorthodox behandelt wurde, konnte sich im Mittelspiel keine der beiden Seiten einen klaren Vorteil erspielen. So mündete das Spiel in einem leistungsgerechten Remis, wodurch der Mannschaftssieg für die Talentschmiede feststand.

„Das war ein spannender Kampf“ waren sich die beiden zweiten Vorsitzenden der Vereine Markus Höblich und Thorsten Kammer einig.