SC Brohltal Weibern I gewinnt zuhause gegen Kettig

Weibern. In Runde 5 der Bezirksklasse des Schachbezirks Rhein-Ahr-Mosel schlug die 1.Mannschaft des SC Brohltal Weibern das Tabellenschlusslicht SC Kettig in der Robert Wolff-Halle Weibern mit 4:2

Damit festigte man den 4.Platz in der Tabelle mit 5:3 Punkten und 13:11 Brettpunkten.

Herbstmeister ist SG Remagen Sinzig mit einem Spiel mehr bei 8:2 Punkten und 16,5:13,5 Brettpunkten vor dem SC Cochem mit 7:3 Punkten und 15:15 Brettpunkten.

Dritter ist SV Andernach mit 6:2 Punkten und 15,5:8,5 Brettpunkten. Letzter bleibt der SC Kettig mit 0:8 Punkten und 9:15 Brettpunkten.

Nach einer Stunde stad es bereits 1:0, Pietro Gaudenti gewann kampflos gegen Thomas Hönig, der nicht erschien. Mike Kutzner spielte unentschieden gegen Michael Lohn.

Sein Vater Wolfgang Kutzner gewann an Brett 5 mit Schwarz gegen Hans-Peter Engel. Er kam schon in der Eröffnungsphase stellungsmäßig und materiell in Vorteil. Fünf Bauern waren es im 35.Zug. Da sein Druck zu groß wurde, gab der Kettiger im 44.Zug auf.

An Brett 4 spielte Robert Damiani mit Weiß gegen Herrmann Schlötter, der die Sizillianische Verteidigung wählte. Hierbei griff Schwarz über den Damenflügel an. Der Brohltaler konnte die Stellung aber geschlossen halten und nahm schließlich ein Remisangebot an.

Ebenfalls remis spielte Erwin See an Brett 3 gegen Werner Ries. In einer ausgeglichenen Stellung bot er bei einer Führung der Mannschaft mit den schwarzen Figuren ein „taktisch-psychologisches“ Remisangebot an, was sein Gegner annahm.

Mahtias Koslowski hatte an Brett 1 mit Ingo Schaller (DWZ 1855) einen recht starken Gegner, sodass er sehr defensiv eröffnete und wenig versuchte. Die Eröffnung spielten beide schnell und sauber, beide beherrschten das Zentrum, Figuren wurden wenig getauscht.

Als der SCBW gegen 13 Uhr als Mannschaft gewonnen hatte, einigte man sich auf Unentschieden.

Am kommenden Sonntag reist man an den Rhein gegen die Spielvereinigung Andernach.

Die Weihnachtsfeier verbrachte man gemütlich in der „Vulkanstube“ im Bahnhof Kempenich Engeln.

Talentschmiede hält Anschluss an die Tabellenspitze

Kreis Ahrweiler. Der Schachclub Talentschmiede Ahrtal ist gut ins neue Jahr gestartet, im Nachbarschaftsduell bei den Schachfreunden aus Nickenich gelang in der Rheinlandliga ein Auswärtssieg.

„Das hat richtig Spaß gemacht“, fasste Luca Häusler das Geschehen zusammen, „tolle Organisation der Nickenicher, Liveübertragung im Internet und ein hoher Sieg, besser geht es kaum“.

Während die Heimmannschaft beinahe in Bestbesetzung antrat, musste die Talentschmiede auf zwei Spieler der zweiten Mannschaft zurückgreifen.

Obwohl beide Ahrtaler Außenseiter waren, gewannen sowohl der Vereinsvorsitzende Dr. Robert Kaufmann als auch Ben Klatt ihre Partie. Kaufmann brachte seine Mannschaft mit 1:0 in Front. Die Opfer seines jungen Gegners nahm er mutig an und hatte schnell dessen Initiative entschärft. Das Mehrmaterial verwertete er sicher. Ben stand zwischenzeitlich bedenklich, verteidigte sich jedoch zäh und nutzte die erste Chance zum Gegenangriff. Dieser führte zu einem gewonnenen Endspiel, welches sein routinierter Gegner trotz trickreicher Gegenwehr nicht mehr halten konnte. Zuvor hatte Roman Windscheif mit den schwarzen Steinen sicher ein Remis beigesteuert, während Helmut Bürger sogar den zwischenzeitlichen Ausgleich der Nickenicher zulassen musste. In einer scharfen Variante hatte er sich schnell eine Gewinnstellung aufgebaut, um diese dann durch einen Blackout zu verlieren. Zum Glück brachte Julian Köhler am zweiten Brett die Talentschmiede zeitnah wieder in Front. Den konsequenten Mattangriff konnte sein Gegner nur unter großen Materialverlusten abwehren, um dann ebenfalls in einem verlorenen Endspiel zu landen. Thorsten Kammer am vierten Brett lehnte das Remisangebot seines Gegners ab und knetete diesen so lange, bis er aus einem minimal besseren Läuferendspiel ein gewonnenes machen konnte. Ein falscher Zug und die Umwandlung eines Bauern war nicht mehr zu verhindern. Tobias Naumann am fünften Brett war nicht wirklich gut aus der Eröffnung gekommen, aber er verkomplizierte die Stellung so geschickt, dass er erst ausgleichen und dann den einzigen schweren Fehler seines Gegners nutzen konnte, um einen Bauern in eine Dame umzuwandeln und mit dieser Matt zu setzen. Luca Häusler zeigte am Spitzenbrett, wie man einen Gegner erst einschnürt, zum Angriff übergeht und dann Material gewinnt. „Im Moment ist Luca einfach eine Bank“, freute sich Trainer Thorsten Kammer, der sich allmählich mit dem Gedanken anfreunden muss, dass Luca ihn in der internen Rangliste als Nummer 1 überholt.

Mit diesem 6,5 zu 1,5 Auswärtssieg bleibt der Blick der Ahrtaler nach oben gerichtet. Als Tabellendritter hat man nur einen Mannschaftspunkt weniger als der Titelfavorit Reil-Kinheim. In der nächsten Runde trifft die Talentschmiede auf den SC Kettig, der vor zwei Jahren noch zwei Ligen über den Ahrtalern aktiv war, also keine leichte Aufgabe.

Schachfreunde Nickenich feiern erfolgreichen Jahresausklang

Nickenich. Zwölf Spielerinnen und Spieler der Schachfreunde Nickenich verbrachten das vierte Advent-Wochenende nicht auf einem Weihnachtsmarkt, sondern am Schachbrett. Im großen Saal des Maritim Hotels Bonn entwickelte sich trotz fehlendem Glühweinduft eine weihnachtlich-festliche Atmosphäre. Die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft 2025/26 (DSAM) lockte über 700 Teilnehmer in sieben Leistungsgruppen an die noblen Spieltische. Auch die Nickenicher waren von der Organisation des Deutschen Schachbundes beeindruckt.

Besonders die Jugendspieler profitierten von dieser Stimmung. Mick Jussack spielte in seiner Kategorie (TWZ 1451–1600), Gruppe E, mutig auf und erreichte den zweiten Platz von insgesamt 96 Teilnehmern mit vier aus fünf Punkten. Damit qualifizierte er sich für das große Finale der DSAM im Sommer in Dresden.

Für Paul Engel, ebenfalls Jugendspieler, ging es ebenfalls um eine Spitzenplatzierung. Ein Sieg in der letzten Runde hätte ihm eine Top-Platzierung eingebracht, was ihm jedoch nicht gelang. Mit starken 3,5 Punkten belegte er den 18. Platz und konnte auf seine Leistung stolz sein.

Alle Schachfreunde aus Nickenich zeigten an den drei Turniertagen großes Engagement und Freude am Spiel. Für Selena und Yorick Roos war es das erste Turnier ihrer noch jungen Schachlaufbahn. Wie die anderen Teilnehmer erlebten sie einen gelungenen und abwechslungsreichen Jahresausklang am Schachbrett.BA