21. Ahrtaler Schnellschach-Open

55 Teilnehmer beim 21. Ahrtaler Schnellschach-Open 2025

Das Schnellschachturnier mit Spielern aus nah und fern wurde bereits zum 21. Mal ausgetragen. Gab es im letzten Jahr mit knapp 80 Mitspielern im Bürgerhaus in Heppingen einen Teilnehmerrekord, pendelte sich mit 53 Teilnehmern die Zahl der Spieler diesmal wieder auf früherem Niveau ein. Dafür war die Spielstärke außerordentlich hoch. Allein 6 Titelträger, vom Fidemeister (FM) bis zum Großmeister (GM), gingen an den Start. Heißer Anwärter auf den Turniersieg war GM Igor Glek (Rotation Pankow), vor einigen Jahren noch Nummer 12 der Weltrangliste. Auch der Internationale Meister (IM) Yuri Boidman vom Bundesligisten SC Heimbach-Weis/Neuwied war zum wiederholten Mal unter den Titelaspiranten.

In der ersten von neun Runden erspielten sich die stärkeren Spieler einen ersten Vorsprung, wobei die „obere Turnierhälfte“ auslosungsbedingt gegen die „untere Turnierhälfte“ spielte und in allen Partien punktete. In der zweiten Runde war es lediglich FM Tim Ronge (Heimbach-Weis/Neuwied) , der einen ersten Punkt einbüßte. In der dritten Runde hatte IM Boidman gegen GM Glek ein Gewinnstellung herausgespielt, die er aber in Zeitnot zum Remis verdarb. Während beide in der Folge Schwächen zeigten und weiter zurückfielen, hatte nach 6 Runden nur noch der Vorjahreszweite Isaac Garner (Hamburger SK) eine weiße Weste. FM Michael Schenderowitsch (TSV Schott Mainz) konnte in Runde 7 zwar ein Remis gegen Garner erspielen, aber nicht weiter zur Spitze aufschließen. Isaac Garner verteidigte seine Tabellenführung unangefochten und sicherte sich nach sieben Stunden Spielzeit mit 8:1 Punkten den Gesamtsieg, gefolgt von den sechs Titelträgern. Weitere Sonderpreise gewannen Hans Lotzien (Godesberg, Senioren), Christina Marx (Kettig, Damen), David Meuer (Mainz, Jugend) und Archid Goel (Marburg, Kinderpreis). Die Ratingpreise gingen an Waldemar Schmidt (Heimbach-Weis/Neuwied), Markus Höblich und Armin Herhaus (beide Ochtendung).

Das Bürgerhaus in Heppingen bot auch in diesem Jahr wieder optimale Spielbedingungen, die von den Teilnehmern besonders hervorgehoben wurden und schon die Vorfreude auf die 22. Ausgabe des Ahrtaler-Schnellschach-Opens aufkommen lassen.

Abschlusstabelle und Fotos auf der Webseite der SC TS Ahrtal

Doppel-Heimspiel des SC TS Ahrtal

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Am Folgetag der Schnellschach-Open mussten beide Ahrtaler Mannschaften zu ihren Meisterschaftsspielen zuhause antreten. Der Vortag zehrte noch an den meisten Spielern, so dass es nicht sicher war, ob die Mannschaften ihr Potenzial abrufen konnten. Die erste Garnitur hatte es in der Rheinlandliga mit der IGS Trier zu tun, gegen die man im letzten Jahr bereits einen klaren Sieg feiern konnte. Auch diesmal standen am Anfang die Zeichen auf Sieg, konnten doch die Tierer Gäste nur mit 7 statt 8 Spielern anreisen. Davon profitierte Julian Köhler, der dadurch kampflos gewann. Als Erster konnte Christian Wolf an Brett 6 einen Sieg vermelden. Helmut Bürger und Timo Schröder erhöhten mit zwei Unentschieden auf 3:1. An Brett 5 sicherte Jürgen Kaster mit einem weiteren Sieg den vierten Punkt. Während Luca Häusler an Brett 1 in eine Verluststellung geriet, sah sich Thorsten Kammer auf der Siegerstraße. Als dann beide aber je einen halben Punkt beisteuerten, stand der Gesamtsieg mit 5:3 fest. Die Talentschmiede belegt damit mit 5:1 Mannschaftspunkten den dritten Platz in der Rheinlandliga.

Noch besser steht die zweite Mannschaft da, die nach ihrem 3:1-Sieg gegen Cochem mit 6:0 unangefochten Platz 1 in der B-Klasse des Schachbezirks Rhein-Ahr-Mosel belegt. Zunächst dominierte Ben Klatt sein Gegenüber und fuhr nach zirka 1,5 Stunden das 1:0 ein. Ihm folgten Robert Kaufmann, der – wie vor kurzem von Trainer Thorsten Kammer im Training aufgezeigt – einen Angriff auf einen hängenden Bauern durchführte, wodurch die Verteidigung seines Gegners aufgebrochen wurde. Kurze Zeit später gab dieser auf und der zweite Punkt war gesichert. Das Jungtalent Fjodor Jung sah sich einem erfahrenen Kontrahenten gegenüber und musste sich nach einem Damenverlust geschlagen geben. Jetzt lag es am Mannschaftskapitän Ralf Oehrle mindestens einen halben Punkt zum Sieg zu holen. Obwohl sein Gegner die Konzentration von Oehrle durch inkorrektes Spiel, wie z. B. 2 Züge hintereinander, störte, ließ sich der Mannschaftsführer nicht beirren und stellte mit seinem Sieg den Endstand von 3:1 her.