IV. Mannschaft landet auf dem Treppchen

Ochtendung. Die vierte Mannschaft der Schachfreunde Ochtendung, bestehend aus Florian Schneider, Ella Reuber, Yıldız Göl und Nadir Üstüntas, trat mit den Ersatzspielern Hans-Peter Jucken und Yagmur Göl an. Wobei Yagmur bei zwei Spielen zum Einsatz kam. Florian übernahm die Rolle des Mannschaftsführers.

In der ersten Saisonhälfte erreichte das Team zwei Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage. Die zweite Hälfte der Saison verlief jedoch deutlich erfolgreicher: Es folgten drei Siege und nur eine weitere Niederlage.

Die 6. Runde begann mit einer Niederlage gegen die zweite Mannschaft aus Kettig. Nadir, der üblicherweise schnell für einen Punkt sorgt, verlor hier ausnahmsweise seine einzige Partie der Saison. An den Brettern 1 bis 3 wurde hart gekämpft. Yıldız, Ella und Florian konnten jeweils ein Remis erzielen – eine beachtliche Leistung, da ihre Gegner jeweils rund 200 Wertungspunkte mehr aufwiesen.

Am darauffolgenden Spieltag trat das Team gegen den Tabellenführer SC Cochem III an.

Hier zeigte sich Nadir wieder in Topform: Mit seinem gewohnt aggressiven Spielstil gewann er als Erster. Auch Ella und Yıldız punkteten mit stark gespielten Kombinationen. Florian gewann im Mittelspiel eine Qualität, doch Kim Anetsberger, Mannschaftsführerin von SC Cochem, konterte erfolgreich und errang den einzigen Punkt für ihr Team. So lautete das Endergebnis 3:1 für Ochtendung.

Gegen die Mannschaft vom TC Grafschaft ging es ebenfalls erfolgreich weiter. Nadir punktete früh, während Florian seinem Gegner unterlag. Dank der Siege von Yıldız und Ella stand es am Ende erneut 3:1 für die Gäste aus Ochtendung. Damit stand die Mannschaft punktgleich mit Cochem III auf Platz 3 bzw. Platz 4 der Tabelle.

Cochem IV lag direkt vor ihnen, gegen die in der Hinrunde ein Remis erzielt worden war.

Tabellenführer war SC Kettig II. Rechnerisch war sogar noch Platz 2 möglich – dafür musste

ein Sieg her, und es bedurfte Schützenhilfe von der eigenen dritten Mannschaft. Kettig II hätte außerdem gegen Cochem IV gewinnen müssen. Am letzten Spieltag traten die Ochtendunger gegen die Mannschaft „Fit Step by Step II“ aus Volkesfeld an. Nadir erzielte erneut den ersten Punkt, nachdem seine Gegnerin Alexandra Fink dem konstanten Druck nicht standhalten konnte. Ella setzte mit einer taktisch ausgeklügelten Kombination nach, bei der sie zwei Leichtfiguren gewann – auch ihre Gegnerin gab daraufhin auf. Das bedeutete bereits das sichere Remis für das Team. Florian stand an Brett 1 ausgeglichen und bot ein Remis an, das sein Gegner annahm – 2,5:0,5 für Ochtendung.

Yıldız steuerte zum Abschluss ein weiteres Remis gegen Frank Dahm bei. Endstand: 3:1.

Beide Punkte waren entscheidend, um sich im direkten Vergleich mit Cochem III den Podestplatz zu sichern.

Für den zweiten Tabellenplatz reichte es jedoch nicht mehr. Überraschend verlor Tabellenführer Kettig II gegen Cochem IV, die damit den Meistertitel errang. Die dritte Mannschaft der Schachfreunde unterlag knapp mit 1,5 Punkten gegen Cochem III. Doch das von Oliver erzielte Remis für Ochtendung III war ausschlaggebend – dadurch konnte sich die vierte Mannschaft an Cochem III vorbeischieben und sich die Bronzemedaille sichern.

Herausragender Spieler war Nadir Üstüntas. Mit 8 Punkten aus 9 Partien erzielte er nicht nur die meisten Punkte seiner Mannschaft, sondern landete auf Platz 2 von insgesamt 64 Spielern der Liga. Nur Lennard Spiller erzielte mehr Punkte. Da beide auf demselben Brett gemeldet waren, ging der Titel des Brettmeisters an Lennard. Allerdings hatte Nadir alle seine Punkte tatsächlich erspielt – nicht durch kampflose Siege.

Die vierte Mannschaft blickt zuversichtlich in die Zukunft und möchte sich in der kommenden Saison noch weiter steigern. Durch den Erfolg und die Platzierung vor der dritten Mannschaft wird aus der vierten im nächsten Jahr die neue dritte Mannschaft.

Moritz Srol erreicht 9.Platz im Freestyle C-Open

Sinzig. Das zweite Jahr in Folge machten sich am Gründonnerstag Mitglieder der Schach-AG des Rhein-Gymnasiums auf den Weg Richtung Karlsruhe, um bis Ostermontag am Grenke Chess Open teilzunehmen. Durch das Turnier wurde die badische Fächerstadt über die Ostertage zum Mittelpunkt der Schachwelt.

Mehr als 3000 Schachspielerinnen und Schachspieler, unter ihnen die Hälfte der TOP-20-Spieler der Schachweltrangliste wie u.a. der Weltranglistenerste Magnus Carlsen, sein Rivale Hans Niemann und die deutsche Nummer eins Vincent Keymer, spielten um einen Preisfonds von knapp 300.000 Euro. Neu war in diesem Jahr die Einteilung der Spieler in zwei Schachformate (Freestyle-Chess und normales Schach) mit jeweils drei Leistungsklassen (A, B und C). Alle Weltklassespieler haben sich dabei für die Freestyle-Chess-Variante entschieden, bei der die Position der Figuren hinter den Bauern vor Beginn der Spielrunde ausgelost werden. Die Idee dahinter ist, dass das Spiel weniger von der Eröffnungsvorbereitung abhängig ist und Kreativität einen deutlich größeren Platz einnimmt. Eine weitere Neuerung bestand darin, dass ausnahmslos alle Schachspielerinnen und Schachspieler an einem offenen Turnier teilnahmen, d.h. Amateure konnten sich mit Weltklassespielern messen.

Unter den Rhein-Gymnasiasten konnte in diesem Jahr Moritz Srol (Abiturjahrgang 2024) groß auftrumpfen. Mit 6,5 aus 9 möglichen Punkten belegte er im Freestyle C-Open einen hervorragenden 9. Platz und verpasste nur aufgrund der schlechteren Zweitwertung die Preisränge. Malte Berresheim (8b) und Mika Sesterhenn (MSS 13) erreichten mit 4,5 bzw. 5 Punkten einen guten Mittelfeldplatz. Moritz Machacsek (MSS 13) musste nach seinem Erfolg im letzten Jahr eine Spielklasse höher antreten und etablierte sich im B-Turnier mit 4 Punkten ebenfalls im Mittelfeld. Schach-AG-Leiter Helmut Berresheim hoffte im Freestyle A-Open vergeblich, gegen einen Weltklassespieler gelost zu werden, konnte mit seinen 4 Punkten aber sehr zufrieden sein.

Die Turnierorganisatoren haben es auch dieses Jahr geschafft, ein Schachevent mit einzigartiger Atmosphäre zu schaffen. In diesem Sinne meinte Turnierdirektor Sven Noppes passend zur Veranstaltung „Jeder, der Schach liebt, sollte es erleben.“

Aufstiege und Abstiege bestimmen Saisonabschluss

Nickenich. Eine spannende Schachsaison ist zu Ende gegangen. Zeit für eine Bilanz: Die Schachfreunde Nickenich nahmen erstmals mit acht Mannschaften am Spielbetrieb teil.

Bis zum letzten Spieltag wurde engagiert gekämpft. Es gab Erfolge und Niederlagen – stets stand jedoch der Teamgeist im Vordergrund, unabhängig vom Alter der Spielerinnen und Spieler.

Hervorzuheben ist die 4. Mannschaft in der A-Klasse. Mannschaftsführer Jens Wohde führte gemeinsam mit den Jugendlichen Laurens Jede, Mick Jussack, Max Wohde und Paiman Schad das Team nach einer überzeugenden Saison zum dritten Aufstieg in Folge. Vor drei Jahren startete diese Mannschaft in der C-Klasse. Ab Herbst misst sie sich mit Teams der Bezirksklasse.

Die erste Mannschaft von Nickenich bleibt nach großem Einsatz in der 2. Rheinland-Pfalz-Liga. Mit einem klaren 6,5:1,5-Sieg gegen den SC Kettig wurde der Klassenerhalt gesichert.

Für Nickenich II hingegen fehlte das nötige Quäntchen Glück: Nach zwei Jahren in der Rheinland-Liga steht der Abstieg in die Bezirksklasse fest.

Auch die Damenmannschaft, Nickenich V, muss nach einer schwierigen Saison als Tabellenletzter in der A-Klasse den Gang in die B-Klasse antreten. In dieser Klasse treten künftig auch das Jugendteam Nickenich VII und das Seniorenteam Nickenich VI an.

In der C-Klasse absolvierte die neu gegründete Nachwuchsmannschaft ihre erste Saison. Die jüngsten Mitglieder des Vereins sammelten dort erste Turniererfahrungen und lernten die Wettbewerbsbedingungen kennen.

Mit Blick auf den Herbst sehen sich die Schachfreunde Nickenich gut aufgestellt für die kommende Saison.BA

Ella Reuber glänzt bei Schachturnier

Ochtendung. In diesem Jahr waren die Schachfreunde Ochtendung nicht einfach nur Teilnehmer, sondern erstmals Ausrichter der Rheinland-Einzelmeisterschaften 2025. Die Vorbereitungen starteten bereits im September und wurden vom ersten Vorsitzenden Markus Höblich in enger Zusammenarbeit mit dem Schachverband Rheinland koordiniert. Leider stand die Kulturhalle Ochtendung aus Kostengründen nicht als Austragungsort zur Verfügung. Auch die Sporthalle sowie die Wernerseckhalle kamen aufgrund von Bauarbeiten nicht in Frage, da die Turnierruhe nicht gewährleistet werden konnte. Daher wurde auf die Bürgerhalle in Miesenheim ausgewichen. Ein fehlender Analysebereich wurde durch ein Zelt vor Ort kompensiert – beim sonnigen Wetter am ersten Turnierwochenende stellte das zum Glück kein Problem dar und wurde von den Teilnehmern angenommen. An den anderen Spieltagen wurde es trotz des nicht idealen Wetters rege frequentiert.

Für die Verpflegung sorgten die Schachfreunde Ochtendung in Eigenregie: Am ersten Wochenende wurden Snacks, Kuchen sowie eine Auswahl an Getränken wie Afri-Cola, Bluna, Wasser, Apfelschorle, Kaffee sowie (alkoholfreies und alkoholhaltiges) Bier und Radler angeboten. Unterstützung kam von den „Küchenbullen“, die mit ihrem Foodtruck vor Ort waren – auch am Karsamstag. An den übrigen Spieltagen wurde das kulinarische Angebot durch Würstchen im Brötchen, veganen Kartoffelsalat und vegetarischen Nudelsalat ergänzt – für jeden Geschmack war etwas dabei.

Neben dem Hauptturnier fanden auch ein Seniorenturnier (ab 60 Jahren), das Meisteranwärterturnier, das Meister-B- und Meister-A-Turnier sowie das traditionelle Blitzturnier am Karfreitag statt. Da der Verein organisatorisch stark eingebunden war, nahmen lediglich fünf Mitglieder der Schachfreunde Ochtendung am Hauptturnier teil: Leo von Elmpt, Jannik Höblich, Ella Reuber, Julian Rincke und Lucas Schmitz. Am Blitzturnier nahmen zudem der Ehrenvorsitzende Patrick Bast, der aktuelle Vorsitzende Markus Höblich, Aljoscha Böhm, Erik Häuser, Felix Pistono und Armin Herrhaus teil. Thorsten Kammer, 2. Vorsitzender der Talentschmiede Ahrtal und Mitglied bei den Schachfreunden Ochtendung, nahm ebenfalls am Blitzturnier teil und konnte sich in der 2. Endrunde im vorderen Mittelfeld platzieren.

Ein sportliches Highlight war der Auftritt von Ella Reuber, die als beste Frau des Hauptturniers abschnitt. Sie stellte damit den Rekord als jüngste beste Dame von 2015 ein – damals errungen von Theresa Reitz vom VfR-SC Koblenz. Ella beendete das Turnier auf einem hervorragenden 26. Platz – elf Ränge über ihrem Startrang und als beste Spielerin aus den Reihen der Schachfreunde Ochtendung. Direkt dahinter folgte Leo von Elmpt auf Platz 27. Jannik Höblich, Lucas Schmitz und Julian Rincke belegten die Plätze weiter hinten.

Das Blitzturnier am Karfreitag brachte wie gewohnt eine ganz eigene Atmosphäre mit sich. Im Gegensatz zum klassischen Turniermodus mit 90 Minuten Bedenkzeit pro Spieler plus 30 Sekunden Inkrement pro Zug sowie zusätzlichen 30 Minuten ab dem 40. Zug wird beim Blitzen mit nur 5 Minuten pro Spieler ohne Inkrement gespielt. Entsprechend laut und lebendig war es im Turniersaal – konzentrierte Stille wich dem Klacken der Schachuhren, den Kommentaren, Flüchen und Freudeausdrücken der Spieler. Selbst die Theke im Turniersaal konnte genutzt werden – eine Ausnahme, die nur beim Blitzturnier möglich ist.

Das Turnier fand vom 12. bis 13. April sowie vom 17. bis 19. April statt. Die Belastung für das Helferteam war spürbar: Die meisten waren bis Mitternacht im Einsatz, nur um morgens ab 8 Uhr wieder vor Ort zu sein, um den Aufbau und die Vorbereitung für die nächste Runde zu stemmen.

Besonderer Dank galt dem Schachverband Rheinland für die gute Zusammenarbeit, allen Helferinnen und Helfern, den unterstützenden Eltern – und natürlich allen Teilnehmenden der Turniere. Ohne diese Unterstützung wäre dieses Event nicht möglich gewesen.